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Wasserrettungsdienst

Neuer Motor für "Elsetal"

Veröffentlicht: Montag, 01.03.2021
Autor: Marcel Mitze
Bericht aus den RuhrNachrichten 
„Elsetal“ heißt das Boot der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), in dem junge Bootsführer ausgebildet werden und mit dem die Retter aus Ergste, Villigst und Hennen befreundeten DLRG-Gruppen bei Hafenfesten oder anderen Veranstaltungen auf dem Wasser helfen.
24 Jahre wurde das Boot von einem zuverlässigen Außenbordmotor angetrieben. Der Motor hat immer noch funktioniert, doch die Entwicklung der Technik ist so nachhaltig über den Zweitakter der Marke Mercury hinweggegangen, dass jetzt ein Austausch nötig wurde.
Motor war nicht mehr zeitgemäß
„Die Abgase und der Verbrauch waren nicht mehr zeitgemäß“, berichtet Marcel Mitze, Geschäftsführer der DLRG-Ortsgruppe. Doch einfach so hätten sich die Lebensretter einen neuen Motor nicht leisten können.
Die 7000 Euro zum Kauf des neuen Honda-Außenbord-Motors mit 50 PS stammen von dem Verein „Schwerter Zahnärzte helfen“ und auch die haben nicht einfach in ihre Portokasse gegriffen.
Die Spendensumme stammt aus dem Verkauf von Zahngold. Alle Schwerter, die im vergangenen Jahr neuen Zahnersatz bekommen haben und ihren Goldzahn gegen einen neuen Zahn aus Keramik tauschten, haben ihren Anteil daran, dass „Elsetal“ nun mit Stil angetrieben wird.
„Viele Patienten steigen von Goldzähnen auf Keramik um", berichtet Zahnarzt Dr. Matthias Mertens, Sprecher des Vereins. So kommen die Zahnärzte an das Gold.
Goldzähne werden durch Keramik ersetzt
Der Grund für den Trend ist eine andere Auffassung von Ästhetik. „Früher fand man Gold einfach besser, und außerdem ist der Goldpreis momentan einfach dermaßen hoch, dass auch neue Goldzähne sehr teuer geworden sind", so Dr. Matthias Mertens.
Dafür hat die DLRG am Elsebad nun ein neues Gerät, dass technisch einem Quantensprung gleichkommt. Zum einen ist der Motor ein Viertakter, der weniger als ein Drittel des Vorgängers verbraucht und bei mehr Leistung weniger schädliche Abgase produziert.
Ein leichter Motor war gefragt
Zum anderen ist der neue Antrieb auch wesentlich leiser. Bei einer ersten Probefahrt war Marcel Mitze überrascht: „Wir konnten uns im Boot unterhalten, so leise war der Motor." Außerdem lässt sich der Außenborder nun automatisch trimmen, aus dem Wasser kippen, wenn es mal zu flach wird.
Die Maschine wurde nicht leichtfertig ausgewählt, sondern nach wichtigen Kriterien. Zum Beispiel kann „Elsetal“ nur Motoren bis 100 Kilo tragen. Unter dieser Gewichtslage ist das Angebot bereits sehr eingeschränkt.
Und weil der Händler der DLRG noch einen Rabatt eingeräumt hat, wurde „Elsetal“ mit einem Echolot ausgestattet, sodass der Bootsführer nun immer weiß, wie tief das Gewässer ist.
Auch die gesamte Elektrik rund um den neuen Motor wurde von einem Vereinsmitglied erneuert. Damit ist „Elsetal“ bis auf den Kunststoffrumpf praktisch neu.
 

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